Nachhaltigkeit in der Politik

Recht und Politik


Das Urteil des http://www.bundesgerichtshof.de (AZ: KZR 36/04, Pressemitteilung Nr. 144/2005 vom 18.10.2005) zum Thema Überprüfung von Preisen für die Durchleitung elektrischer Energie durch fremde Stromnetze wird möglicherweise in abesehbarer Zeit einen Durchbruch in dieser Frage erbringen. Allerdings geht dies letztlich nur, wenn auch der politische Wille zu der Durchsetzung dieses Rechtes da ist.

In der Großen Koalition wird hoffentlich eine Politik der Nachhaltigen Entwicklung im Vordergrund stehen. Dies ist nicht nur für den Umweltbereich zu sehen, sondern in vielen wichtigen Feldern wie

nachhaltige Finanzverfassungsreform
nachhaltige Haushaltssanierung der öffentlichen Haushalte
nachhaltige Reformen der Sozialversicherungssysteme
nachhaltige Reformen der Arbeitsmarktpolitik
nachhaltige Steuereformen insbes. bei Einkommen- und Körperschaftsteuer
nachhaltige Reformen bei Subventionen
nachhaltige Reformen bei Förderung Innovativer Technologien


Das sind nur die wichtigsten aktuellen Felder für Nachhaltigkeit in der Politik. Neue Arbeitsplätze entstehen vor allem in neuen, innovativen Industrien mit hohen Ansprüchen an die Arbeitsplätze, sei es im Umweltbereich bei Photovoltaik, beim Anlagenbau für Windkraftwerke oder in der Geothermie, Biomasse etc. Aber auch bei Technologien wie der Nanonotechnologie, der Gentechnologie, der Biotechnologie bei physikalischen oder chemischen Anwendungsbereichen aller Art wie Lasertechnologie, Supraleitungen, Speichermedien, Materialforschung etc. ist unser Potential unerschöpflich.

Tun wir es. Das Bürgerprojekt Photovoltaik - Bürgerprojekt Solarstrom leistet einen Beitrag für Deutschland und die Umwelt.

Machen Sie mit! Gestalten Sie ein Bürgerprojekt.
Treten Sie für etwas ein.

Verändern Sie sich und ihre Umwelt durch aktives Handeln.

In den Wirtschaftsteilen, bei denen das große Kapital liegt, wird gerne von Innovation gesprochen. Wirklich etwas Neues gestalten diese Akteure aber nur in geringem Ausmaße. Die wirkliche Innovationskraft liegt im Mittelstand. Mit Fusionen steigert man zwar den Ertrag einzelner Finanzinvestoren oder Shareholder. Den Nachweis der Schaffung neuer Arbeitsplätze oder echter Innovationen sind die Beteiligten bisher aber schuldig geblieben.
Bei Eigenkapitalrenditen von 20% ist kein Raum mehr für Gemeinwohl, soziale Einstellung und Engagement für die Gesellschaft. Die Raffgier solcher Kapitaleigner schadet der Gesellschaft und läßt keinen Raum für eine nachhaltige Entwicklung.

Weniger kurzfristige Rendite heute für Kapitaleigner bringt langfristig höhere Erträge. Das beweisen die Familienunternehmen zur genüge. Sie sind besser geführt und haben für die Eigentümer riesige Reichtümer aufgebaut. Dieser Prozeß ging aber über zum Teil 100 Jahre und wird so weiter gehen, wenn diese Unternehmer sich dieses Potentials bewußt bleiben und langfristig über Generationen denken.

Schauen Sie sich die Liste der reichsten Menschen an. Sie finden dort sehr viele Unternehmer/innen, deren Unternehmen nicht börsennotiert sind. Somit unterliegen Sie auch nicht der Hetze von irgendwelchen Analysten und Investmenthäusern, deren Ziel weitere Fusionen oder Aufspaltungen sind, nur um Profite aus diesem Hin und Her zu ziehen ohne wirklich die Gesellschaft voranzubringen.
Ethik und Moral und Umweltbewusstsein ist eben nicht mathematisch- betriebswirtschaftlich zu fassen, deshalb machen wir die Analyse ceteris-paribus und die betriebswirtschaftliche Welt ist in Ordnung.

Im Bereich der Energieversorgung wird die Zukunft nicht von Eon, RWE, Vattenfall oder EnBW gestaltet werden. Schade eigentlich, da hier sehr viel Geld steckt und die Möglichkeiten einer nachhaltigen Entwicklung dieser Unternehmen absolut gegeben wären. Das Feld werden andere Großunternehmen bestellen wie General Electric oder BP , die derzeit eine überzeugende Kampagne für umweltgerechte Produkte mit innovativer Gestaltung in den Medien führen.
Wenn diese Unternehmen sich tatsächlich so Verhalten werden, kann ich nur viel Erfolg wünschen. Hierdurch hat auch der innovative Mittelstand in dieser Branche eine hervorragende Entwicklungschance, da Photovoltaik nicht länger von der Engstirnigkeit der in Deutschland aktiven Monopole abhängig ist. Unternehmen die verstanden haben, daß man mit umweltfreundlichen Produkten sehr gut Geld verdienen kann, sind bereit, heute auf Renditen zu verzichten, um später als Innovationsführer im globalen Markt aufzutreten.

Die deutsche Politik hat die Rahmenbedingungen durch das EEG im Inland geschaffen. Die EU hat sich eindeutig für die Verbreitung erneuerbarer Energien in Europa ausgesprochen. Der Mittelstand hat sehr gute Anfangserfolge in dieser Wachstumsbranche erzielt. Große Konzerne wie BP bekennen sich eindeutig zu einer neuen Strategie.
Das sind hervorragende Voraussetzungen für Bürgerprojekte. Nutzen Sie die Chance. Zukunft gestalten durch ein Bürgerprojekt-Photovoltaik.

Nicht Polarisieren sondern Solarisieren ist Zukunft: Bürgerprojekt-Solarstrom.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer