CO2 - Emissionshandel

Emissionshandel mit CO2-Zertifikaten

Was jeder schon ahnen konnte, ist nun Gewissheit.
Die Steuerungsmechanismen bei der Gestaltung der Strompreise funktionieren nicht richtig, da einige derjenigen, die kostenlose CO2-Rechte erhalten haben, sich nicht gemeinschaftlich verhalten.
Monopole und andere Unternehmen müssen sich nach moderner Auslegung der betriebswirtschaftlichen Philosophie nicht um volkswirtschaftliche oder gar gesellschaftliche Belange kümmern. Steht doch der Ertrag und das Wachstum des Unternehmens uneingeschränkt im Vordergrund.


Liebe Manager und Shareholder und Investmentberater,
dass Unternehmen wachsen und gedeihen sollen, steht doch gar nicht zur Debatte.
Ihr habt die Zertifikate kostenlos bekommen! Wenn ein anderes Unternehmen solche Rechte braucht, dann werden sie zu einem Marktpreis verkauft. Dagegen ist nichts einzuwenden.
Was aber wenigstens unredlich ist, ist die Tatsache, dass ihr alle kostenlosen Rechte auf einmal mit einem "Marktpreis" in die kalkulatorischen Kosten einrechnet und damit die Strombezieher abkassiert.
Ihr habt die Rechte nicht geschenkt bekommen, um die Bevölkerung mit euren betriebswirtschaftlichen Taktiken zu verschaukeln.
Gebt diese mit nichts zu begründenden Sondergewinne in einen Fonds zur Förderung dessen, wozu diese Zertifikate eingeführt wurden. Zum Schutz der Umwelt! Zum Umbau der fossilen und atomaren Energieversorgung auf erneuerbare Energien.
Oder nehmt die Extragewinne und investiert Sie zusätzlich zu dem Wenigen, was ihr bisher tut, in den Ausbau der erneuerbaren Energien.


Lesen Sie das Gutachten zum CO2-Emissionshandel des WWF vom Februar 2006.
Laut WWF-Berechnungen belaufen sich die Gewinne für die fünf größten deutschen Stromerzeuger RWE, E.ON, Vattenfall, EnBW und STEAG aus den ersten beiden Emissionshandelsphasen von 2005 bis 2012 voraussichtlich auf 31 bis 64 Milliarden Euro. Diese Summen überstiegen die von der Industrie angekündigten Investitionen von 11,6 Milliarden Euro um ein Vielfaches.

CO2-Emissionshandel WWF Gutachten über die Gewinne [257 KB]

Wenn Sie das Thema vertiefen möchten, lesen Sie die ausführlichen Informationen auf den Seiten des WWF zum Emissionshandel.

Zitat von Albert Einstein: "Die Welt ist nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen."
Abgewandelt sage ich: "Die Welt ist nicht bedroht von Monopolen, die wenig zum Klimawandel beitragen und uns trotzdem das Geld aus der Tasche ziehen, sondern von den Menschen, die zulassen, dass dies geschieht."

Sie meinen, nichts gegen die Monopole ausrichten zu können?
Natürlich können Sie etwas tun!
Produzieren Sie ihren eigenen Strom!
Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Gestalten Sie selbst ein Bürgerprojekt Solarstrom.

Nur eine Bitte: Sie brauchen auch ein paar Jahre Geduld. Wenn Sie natürlich auch zwischen 10% und 25% Eigenkapitalrendite pro Jahr erwarten, muss ich Sie enttäuschen. Aber Sie denken ja nicht so? Es sind nur die Anderen, die sich nicht verantwortlich zeigen für das Gemeinwohl.
Ihr Kapital ist durch die feste Einspeisevergütung des Energie-Einspeise-Gesetzes eeggesetzestextvom21.07.2004bmu.pdf [65 KB] geschützt. Die Renditen sind zwar deutlich geringer, wie in der konventionellen Stromerzeugungswirtschaft. Sie tragen aber dazu bei, den Energiewandel zu ermöglichen und neue Arbeitsplätze auch in Deutschland zu schaffen.

Wenn Sie das Thema vertiefen möchten, schauen Sie auf die Seiten des Bundesumweltministeriums.

Wie lautete eine Schlagzeile vom 14.02.06 im Handelsblatt:

E-mission impossible.

Ganz sicher nicht!
Das Solarzeitalter hat begonnen und wird nicht aufzuhalten sein von den Fossil(i)en dieser Welt.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer

Mehr zum Thema finden Sie unter Emissionshandel.