Nachhaltige Marktwirtschaft

Nachhaltige Marktwirtschaft

Gibt es andere Wege wie die freie Marktwirtschaft oder die soziale Marktwirtschaft? Die Planwirtschaft ist ja angeblich Geschichte. Wenn man im Lande um sich herum schaut, kann man sich aber gar nicht so sicher sein bei einer Staatsqoute von über 50%.

Innovatives Denken ist gefordert.
Daher werde ich über das Thema Nachhaltige Marktwirtschaft aus meiner Sichtweise erichten. Noch wird sehr wenig darüber diskutiert. Das Internet verzeichnet bisher nur sehr wenige Informationen zu diesem Thema.

Es gibt aber ein paar sehr fundierte Adressen zu dem Thema, z.B. http://www.nachhaltigkeit.info. Lassen Sie sich inspirieren.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer

Nachhaltige Marktwirtschaft durch Energiewandel

Klimaschutz durch Energiewandel.

Den Energiewandel ökonomisch und gesellschaftlich zu vollziehen, ist eine Paradedisziplin für Nachhaltige Marktwirtschaft.

Nachhaltigkeit darf nicht länger nur eine Worthülse für sich in der Bevölkerung profilierende Politiker und Manager sein. Den Worten müssen auch Taten folgen.

Zumindest scheint sich in Deutschland bei den Bürgerinnen und Bürgern ein Trend zu stärkerem Umweltbewusstsein heraus zu bilden (siehe folgende Studie vom November 2006). Das ist ein gutes Signal.

Umweltbewusstsein in Deutschland 2006

Pattonville, 10. Dezember 2006

An die
Solarfreunde
des Bürgerprojekt Photovoltaik

Betreff: Umweltbewusstsein in Deutschland 2006

Es ist sehr gut zu lesen, dass der Umweltschutz in Deutschland bei der Bevölkerung eine zunehmende Bedeutung bekommt. Es scheint, dass die massiven Preiserhöhungen der Energiemonopole in den letzten Jahren für Wärme- und Stromversorgung nun allmählich ihre Wirkung bei den Bürgerinnen und Bürgern entfalten.

Das ist gut. Das Thema bekommt derzeit Platz zwei auf der Rangskala.
Frage in der Studie: Was, glauben Sie, ist das wichtigste Problem, dem sich unser Land heute gegenübersieht?
Antwort: Das Topthema ist der Arbeitsmarkt mit 63% Wichtigkeit. Den zweiten Rang hat der Umweltschutz mit noch 25% Wichtigkeit.

Das relativiert die Wichtigkeit in der Bevölkerung doch erheblich. Viele bedeutende Politiker, Wissenschaftler und Manager reden mittlerweile von „einer der wichtigsten und größten Herausforderung für die Menschheit“, wenn es um den Klimawandel geht. Das hat die Bevölkerung aber noch nicht so richtig durchdrungen.

Denn viele dieser bedeutenden Politiker, Wissenschaftler und Manager reden auch davon, wenn es um Wirtschaft, Standort, Arbeitsplätze geht, dass wir auf unsere Wettbewerbsfähigkeit achten müssen. Wenn den Energiemonopolen zu viele Auflagen gemacht werden, dann ist das schlecht für den Standort Deutschland. Die Monopole haben bereits auch angedroht, dass Sie ihre Investitionsentscheidungen in Deutschland überdenken, wenn die Politik und die Bevölkerung nicht das macht, was die Monopole für sinnvoll halten.

Da aber der Arbeitsmarkt für fast zwei Drittel der Bevölkerung das absolut wichtigste Thema ist, wird eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger durch die ständige Infragestellung des „Standort Deutschland“ selbst bei der Infragestellung von Monopolen verunsichert. Wenn Energiemonopole sich in einer nachhaltigen Marktwirtschaft dem Wettbewerb stellen sollen, kann das niemals Arbeitsplatz gefährdend sein.

Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: In Deutschland entstehen wegen der erneuerbaren Energien in den nächsten 20 Jahren weitere 10.000de von Arbeitsplätzen.
Im Jahr 2004 waren bereits ca. 157.000 Menschen im Bereich erneuerbare Energien beschäftigt.
Die Preistreibereien wegen der bestehenden weltweiten Monopolstrukturen in der Energieversorgung bei Öl, Gas, Kohle und Uran werden hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährden, da künftig nicht mehr die Lohnkosten als wesentlicher Standortnachteil gelten, sondern die Energiekosten immer mehr in den Mittelpunkt rücken.
Allerdings sind diese hohen Preise auch die Basis dafür, dass sich alternative Energien am Markt überhaupt erst durchsetzen können und dadurch neue nachhaltige Arbeitsplätze auch in Deutschland entstehen können.
Energie muss eben endlich den Preis und Stellenwert bekommen, der Ihr zusteht. Der Planet Erde kann selbst keine Kosten für seine Verschmutzung und den Raubbau in Rechnung stellen Bisher interessiert sich nur ein geringer Teil der Menschen für das Thema „externe Kosten“.

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Wir werden in jedem Fall den Preis bezahlen, den unsere derzeitige Energieversorgungsmentalität kostet. Warum soll es nicht möglich sein, statt der Kosten für Beseitigung von Schäden durch Stürme, Hochwasser, Dürren etc. einen entscheidend geringeren Teil von Kosten aufzuwenden, um die vorgenannten Unwägbarkeiten erst gar nicht entstehen zu lassen.
Phantasie ist etwas, was sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
setzen Sie beim Umweltschutz die gleiche Priorität wie beim Arbeitsmarkt. Ökonomie und Ökologie grenzen sich nicht aus, sondern ergänzen sich hervorragend. Einer der wichtigsten Arbeitsplatzbeschaffer der Zukunft wird der Bereich Umweltschutz in all seinen Facetten sein. Wenn das verstanden wird, ist der Siegeszug für eine „Nachhaltige Marktwirtschaft“ nicht mehr aufzuhalten.

In der Studie der Marburger Philipps-Universität wurde auch nach dem aktiven Engagement des Einzelnen für den Umweltschutz gefragt.
Frage in der Studie: Können Sie sich vorstellen, sich aktiv für den Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, z.B. als ehrenamtlich Tätige(r) in einer Umwelt- oder Naturschutzgruppe oder auch durch Beteiligung an einzelnen Aktivitäten und Projekten?
Hierauf antworteten 6%, dass sie bereits aktiv sind und 45%, dass sie es sich vorstellen können, aktiv zu werden.

Das ist eine gute Nachricht, da es zeigt, dass Umweltbewusstsein keine Randerscheinung mehr ist und man sich möglicherweise politisch eingefärbt fühlen muss.
Das Monopol auf Umweltschutzthemen ist aufgelöst. Der Klimawandel und dessen Folgen sind heute ideologiefrei diskutierbar.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
verknüpfen Sie ihr Interesse für das Thema „Klimawandel-Klimaschutz-Energiewandel“ mit Ihren persönlichen Interessen.
Ob Sie überzeugter Ökoaktivist sind,
ob Sie aus wirtschaftlichen Überlegungen handeln,
ob Sie Umweltschutz wegen Ihrer Kinder und Enkelkinder betreiben wollen,
ob Sie es tun, weil Sie weltanschaulich oder religiös motiviert sind,
ob Sie es tun, weil Sie die Entwicklungsländer retten wollen,
ob Sie für Energiewandel sind, weil Ihr Nachbar, Ihr Freund/Feind dagegen sind,
ob Sie Klimaschutz betreiben, weil es gerade „mega-in“ ist,
ob Sie Umweltschutz betreiben, weil es Arbeitsplätze sichert und schafft,
ob Sie erkannt haben, dass der Klimawandel real ist,
suchen Sie Ihre persönlichen Motive und handeln Sie danach.

Eine Möglichkeit, Ökonomie, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden, zeige ich beispielhaft am „Bürgerprojekt Photovoltaik“ auf. Gestalten Sie Zukunft mit und organisieren Sie selbst ein Bürgerprojekt.

Die Facetten sind vielseitig, wie und was Sie selbst tun können. Alleine schon eine Beteiligung an einem solchen Projekt hilft, das Thema Energiewandel immer mehr in den Mittelpunkt künftigen wirtschaftlichen Handelns zu rücken.
Ich wünsche Ihnen den Willen, die Kraft und den Erfolg bei der Realisierung Ihrer Umweltprojekte, damit das Ziel: „Bürgerstrom lokal und global“ Wirklichkeit wird.

Energiewandel ist eine der größten globalen Herausforderung der nahen Zukunft. Globalisieren wir die Energiefrage, indem wir die Energieerzeugung lokalisieren.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer
Kontakt: Bürgerprojekt Solarstrom