Klimawandel durch Energiewandel

Ein langer Weg für erneuerbare Energien



Im Internet gibt es unglaublich viele Informationen zu den erneuerbaren Energien. Ein wertvolles Musterbeispiel für fundierte Informationen sind die offiziellen Seiten des Bundesumweltministeriums http://www.bmu.de und http://www.erneuerbare-energien.de.
Nutzen Sie die Möglichkeiten, sich zu informieren.

Das Bürgerprojekt Photovoltaik leistet einen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung, indem es aufzeigt, dass es theoretisch und praktisch möglich ist, die Energieversorgung neu zu konzeptionieren und nachhaltig auf Klimaschutz zu setzen ohne ernsthaft auf etwas verzichten zu müssen.

Jeder Bürger hat heute die Möglichkeit, wirtschaftlich vertetbar etwas für den Umweltschutz zu tun, sei es durch den Bau einer Solarstromanlage oder einer Anlage zur Wärmeerzeugung mit Solarkollektoren.
Steht kein eigenes Haus zur Verfügung, ist die Beteiligung an einem Bürgerprojekt Photovoltaik - Bürgerprojekt Solarstrom möglich. Es gibt in Deutschland bereits mehrere 10.000 gemeinschaftlich betriebene Solaranlagen gibt es in Deutschland.
Durch des EEG (Energie-Einspeise-Gesetz) ist sichergestellt, daß der erzeugte Strom in das Netz der Energieversorger eingespeist wird. Die Vergütung ist derzeit kostendeckend. Durch die Marktenge im Angebot bei sehr hoher Nachfrage sind die Modulpreise leider nicht gefallen, wie es ursprünglich gedacht war, sondern in 2005 um bis zu 10 Prozent und 2006 bis zu 5 Prozent gestiegen.
Durch den Erfolg des EEG und den Export dieses Gesetzes auch in andere Länder wie Spanien haben die Solarhersteller den Nachfrageüberhang ausgenutzt und die Preise leider nicht wie erwartet in 2007 oder 2008 den Möglichkeiten entsprechend gesenkt.

Angeblich ist ein Engpass bei der Produktion von Silizium der Grund für die gestiegenen Preise. Da der Grundstoff Quarzsand allerdings quasi unbegrenzt auf der Erde vorkommt, ist es schon erstaunlich, daß bei einer globalen derzeit relativ ungebändigten Marktwirtschaft keine neuen Wettbewerber für die Siliziumproduktion auf den Markt treten bzw. die derzeitigen Produzenten ihre Kapazitäten nicht erweitern.
Es zeigt sich auch hier, dass nur wenige Produzenten den weltweiten Markt beherrschen und neue Wettbewerber sich wegen der sehr hohen Investitionskosten nicht trauen, in den Markt einzusteigen.
Da fragt man sich doch, wer die Hersteller von Silizium sind? Es tut sich ein Wachstumsmarkt auf, der die nächsten 30 Jahre für ein atemberaubendes Wachstum für erneuerbare Energien sorgen kann und der Markt reagiert nicht?
Erst ab dem Jahr 2010 / 2011 sollen ausreichende Mengen Silizium zur Verfügung stehen. Durch die stabile Nachfrage nach Silizium trauen sich nun doch einige neuen Anbieter ab 2008 auf den Markt.

Würde man sich in der Computerindustrie vor 20 Jahren so verhalten haben, wir hätten heute noch keine PC oder das allgemein zugängliche Internet. Wäre ja auch fast passiert, wenn sich nicht ein paar Visionäre gegen die Oligopole der Großrechnerindustrie durchgesetzt hätten. Heute bilden diese Visionäre selbst Oligopole und behindern teilweise den Wettbewerb.

Die Großindustrie der Energieversorger hat Angst vor dezentralen Strukturen, die auf erneuerbare Energien setzen. Wenn die Bürger ihren Strom selbst produzieren, kann man eben keinen Strom verkaufen. Die Preise können nicht mehr nach Gutdünken der Oligopol-Konzerne für deren Shareholder-Strategien festgesetzt werden.
Seitdem immer mehr EU-Länder EEG-Gesetze einführen, gibt es nicht mehr die Ausrede: "Ich kann ja doch nichts machen." Erst am 16.12.2005 hat die EU-Kommission das EEG als Erfolgsmodell deklariert. http://www.erneuerbare-energien.de/inhalt/36362/

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
durch die gesetzlichen Grundlagen können Sie wirtschaftlich vertretbar den eigenen Strom erzeugen, den Sie verbrauchen. Machen Sie selbst eine einfache Rechnung:
Der Strompreis für erneuerbare Energien wird bis in 10 Jahren um ca. 40% fallen (Basis 2005).
Was glauben Sie wo der Strompreis in 10 Jahren durch die Preistreibereien der Konzerne und der Börsenspekulationen für Kohle, Öl, Gas, Atom stehen wird?
Erinnern Sie sich noch? Die Preise waren 2005 um ca. 4-5% gestiegen, nur um die Bilanzen der Konzerne zu verbessern. Ein zusätzlicher Beitrag für die Umwelt war nicht erkennbar.
Auch in der jetzigen Preistreiberrunde (2006) wollen die Monopolisten die Preise um 4-6% erhöhen. Erste Widerstände aus den Aufsichtsbehörden regen sich. Als Beispiel sei das Land Hessen genannt.

Die derzeitigen Preisanstiege bei Kraftstoffen, Heizöl und Gas wegen der Hurrikans in den USA lassen beste Gewinne für die Konzerne erwarten. (Diese Aussage hat sich durch die Bilanzvorlagen für 2005 und 2006 absolut bestätigt). Bis zu 30% Gewinnanstieg bei den ganz Großen. Würde nur die Hälfte dieser mindestens 5 Milliarden Sonderertrag in eine Stiftung zur Förderung erneuerbarer Energien eingebracht werden, wäre der Menschheit sehr geholfen.

weitere Informationen unter Infobriefe bei Bürgerprojekt Photovoltaik.

Auch Sie werden nicht den Eindruck haben, dass sich die Situation seit dem Jahr 2006 gebessert hat. Die Strompreise sind auch im Jahr 2007 und 2008 weiter massiv angestiegen.

Auf der website von verifox können Sie die
Strompreis-Entwicklung seit 2000 sehen.
Die folgende Tabelle untersucht die Preisentwicklung für Allgemeine Stromtarife zwischen 2000 und 2008. Als Beispiel dient ein durchschnittlicher Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden. Der Strompreis ist in Euro pro Jahr angegeben und versteht sich brutto, inklusive sämtlicher Steuern und Abgaben.